Viele Kleinbauernfamilien im Senegal stehen vor grossen Herausforderungen. Der Klimawandel führt zu häufigeren Dürren und Überschwemmungen, Böden verlieren an Fruchtbarkeit und der Einsatz von chemischen Düngern und Pestiziden belastet Mensch und Umwelt. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach gesunden und nachhaltig produzierten Lebensmitteln.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, unterstützt der Liechtensteinische Entwicklungsdienst gemeinsam mit HEKS/EPER und der senegalesischen Bauernorganisation FENAB den Ausbau der biologischen Landwirtschaft im Senegal.
Das Projekt fördert den biologischen Anbau und stärkt die Vermarktung nachhaltig produzierter Lebensmittel. Kleinbauernfamilien erhalten Schulungen zu biologischen Anbaumethoden, Zugang zu Saatgut und Produktionsmitteln sowie Unterstützung bei der Zertifizierung ihrer Produkte. Gleichzeitig werden neue Vermarktungswege geschaffen, damit die Produzent ihre Erzeugnisse besser verkaufen und ein höheres Einkommen erzielen können.
Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass dieser Ansatz Wirkung entfaltet. Bereits heute beteiligen sich über 1’100 Produzent am Zertifizierungssystem für biologische Produkte. Jährlich werden mehr als 840 Tonnen landwirtschaftliche Erzeugnisse nach biologischen Standards zertifiziert und vermarktet. Zudem konnten über 30 Prozent der beteiligten Produzent ihr Einkommen steigern.
In den kommenden drei Jahren sollen rund 4’500 Kleinbauernfamilien von den Projektaktivitäten profitieren. Geplant sind weitere Schulungen, ein verbesserter Zugang zu biologischem Saatgut und Produktionsmitteln, die Förderung von Solartechnologien sowie die Erschliessung neuer Absatzmärkte für zertifizierte Produkte.
Für den LED ist nachhaltige Entwicklung eng mit der Stärkung lokaler Strukturen verbunden. Das Projekt trägt dazu bei, die Ernährungssicherheit zu verbessern, natürliche Ressourcen zu schonen und ländlichen Familien neue wirtschaftliche Perspektiven zu eröffnen. Gleichzeitig fördert es eine Landwirtschaft, die auch für kommende Generationen tragfähig bleibt. Mehr zum Projekt finden Sie hier.
