Wie wird aus einer guten Projektidee ein realistischer Projektplan? Dieser Frage widmete sich ein Workshop, den der Liechtensteinische Entwicklungsdienst (LED) und das Netzwerk für Entwicklungszusammenarbeit am 29. Oktober 2026 gemeinsam in Schaan organisierten.
Engagierte aus verschiedenen gemeinnützigen Vereinen und Organisationen aus der Entwicklungszusammenarbeit kamen zusammen, um ihre Kenntnisse im Projektmanagement zu vertiefen und sich untereinander auszutauschen. Die Vielfalt der vertretenen Initiativen zeigte sich auch geografisch: Die Teilnehmenden engagieren sich unter anderem für Projekte in Indien, Nigeria, Ghana, Nepal und Mexiko.
Im Mittelpunkt des Workshops stand die Frage, wie Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit sorgfältig geplant und erfolgreich umgesetzt werden können. Referentin Birgit Anna Mayerhofer brachte ihre langjährige Erfahrung im internationalen Projektmanagement ein und vermittelte praxisnahe Grundlagen zum Projektzyklus. Vorgestellt wurden unter anderem die Planungsinstrumente Logical Framework (LogFrame) und Theory of Change sowie wichtige Überlegungen zur Erstellung realistischer Projektbudgets.
Dem LED und dem Netzwerk für Entwicklungszusammenarbeit ist es ein wichtiges Anliegen, auch kleinere, häufig ehrenamtlich tätige Organisationen mit Fachwissen und praxisnahen Weiterbildungsangeboten zu unterstützen. Denn nicht die Grösse einer Organisation entscheidet über die Qualität ihrer Arbeit. Auch kleine Initiativen können viel bewirken, wenn Projekte sorgfältig geplant, Ressourcen gezielt eingesetzt und Ziele konsequent verfolgt werden.
Neben den fachlichen Inputs bot der Abend Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, Fragen zu diskutieren und Kontakte zwischen den verschiedenen Initiativen zu knüpfen.
Mit ihrem gemeinsamen Weiterbildungsangebot möchten der LED und das Netzwerk für Entwicklungszusammenarbeit das Engagement kleinerer Organisationen stärken und dazu beitragen, dass auch mit begrenzten Mitteln wirkungsvolle Entwicklungsprojekte umgesetzt werden können.
