22. August 2026

Jubiläum beim LED

Seit fünf Jahren ist Andreas Sicks Geschäftsführer des Liechtensteinischen Entwicklungsdienstes (LED). In dieser Zeit hat sich der LED strategisch und organisatorisch weiterentwickelt und seine Arbeit in den Schwerpunktländern geschärft. Anlass genug, gemeinsam auf wichtige Meilensteine, aktuelle Herausforderungen und den Blick in die Zukunft der internationalen Entwicklungszusammenarbeit zu werfen.

Für Andreas Sicks stand zu Beginn seiner Tätigkeit eine umfangreiche Aufgabenliste an. Gleichzeitig bot diese Ausgangslage die Chance, den LED aktiv weiterzuentwickeln. Ein wichtiger Meilenstein war die Verabschiedung der Strategie 2023–2026. Sie schärfte das Profil des LED und legte den Fokus der internationalen Zusammenarbeit klarer fest. «Sehr gefreut hat mich, dass diese Weiterentwicklung sowohl von den jeweiligen Ministerinnen als auch vom Amt für Auswärtige Angelegenheiten stark unterstützt wurde. Das gleiche gilt für die vom Landtag des Fürstentums Liechtenstein genehmigten Budgeterhöhungen. Dieses Vertrauen war und ist für unsere Arbeit von grosser Bedeutung.»

Mehr Wirkung durch klare Schwerpunkte
In den vergangenen fünf Jahren wurde der LED sowohl strategisch als auch personell neu aufgestellt. Heute konzentriert sich die Organisation auf eine kleinere Anzahl von Schwerpunktländern. Dadurch ist die Unterstützung Liechtensteins vor Ort sichtbarer geworden. Gleichzeitig entwickelte der LED seine Arbeitsweise weiter. Anstelle einzelner Projekte stehen heute verstärkt Landesprogramme im Zentrum. «Mit unseren Landesprogrammen ist es dem Team gelungen, den Fokus schrittweise von einzelnen Projekten hin zu einem Programmansatz weiterzuentwickeln. Damit können wir die Wirkung unserer Arbeit und unseren Beitrag zu langfristigen Veränderungen besser aufzeigen.»

Herausforderungen für die internationale Zusammenarbeit
Mit Sorge blickt Andreas Sicks auf die aktuellen Entwicklungen in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Kürzungen der öffentlichen Mittel in vielen Geberländern erschweren die Arbeit zahlreicher Organisationen. Gleichzeitig nehmen administrative Anforderungen und bürokratische Prozesse weiter zu. Hinzu kommen zunehmende autokratische Entwicklungen und eine verschlechterte Sicherheitslage in verschiedenen Partnerländern. Diese Rahmenbedingungen erschweren eine langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Ein Blick nach vorne
Für die kommenden Jahre wünscht sich Andreas Sicks, dass die Bedeutung der Entwicklungszusammenarbeit wieder stärker als gemeinsames Interesse verstanden wird. «Gerade in unseren Schwerpunktthemen besteht die dringende Notwendigkeit, Fortschritte zu erzielen, um jungen Menschen Perspektiven zu eröffnen und die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten.» Entwicklungszusammenarbeit leiste dabei nicht nur einen wichtigen Beitrag für die Menschen vor Ort. Sie könne auch den Multilateralismus stärken und Liechtenstein dabei unterstützen, international tragfähige Partnerschaften und Koalitionen aufzubauen.